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Berufung Coach und Begleiter – durch die Illusion hindurch sehen!!!

Wer nichts wird – wird Wirt, und wem auch dieses nicht gelungen, der macht in Versicherungen. Volksmund

… ich ergänze: Oder der Traum von 400,00€ pro Stunde…. als Coach…! Träume, die mir auch in meiner täglichen Praxis begeben….!

„Ich kenne da einen, der verdient 80.000€ im Monat, 4000€ am Tag.“ Der hat einen Kurs besucht und die Methode gelernt. Das muss ja auch irgendwie stimmen, die Autos sind groß, die Wand voller Zertifikate und das Designerhemd immer frisch gebügelt……! Smarte Typen…!

Auf meine Gedankenimpulse, dass der Coaching – „The(ater)rapeutenmarkt“ mittlerweile sehr gesättigt ist, wird mit dem in der Marketingsprache kommunizierten Alleinstellungsmerkmal USP ein Gegenargument „gezaubert!“

Ist doch ganz einfach! So geht es: Ich suche mir ein Arbeitsfeld aus, welches mich interessiert oder mir thematisch nah steht. Daraus entstehen dann Businesscoach, SocialEntrepreneur Business Coach Wechseljahrcoach, Kindercoach, Spiritueller-Unternehmensenergie-Coach, Liebeskummercoach, Spiritueller Ernährungsberater, Burnoutcoach, Berufungscoach, Müttercoach,…!

Ein wundervolles kreatives Feld. Menschen, die aus den eigenen Impulsen und Erfahrungen heraus in die Berufung kommen wollen. Als Mentorin liebe ich die Begeisterung und die Euphorie mit der sich die Gäste meiner lebendigen Gründerrunden austauschen.

Ein anderer immer einfach werdender Weg , der mir in meinen Prozessbegleitungen begegnet ist: Man belegt ein „Methodik-Seminar“ zum Beispiel von Wing-Wave, NLP, als ganzheitlicher Ernährungsberater, Abnehmhypnosecoach, Life Kinetik, als Heilpraktiker usw. kopiert die didaktischen Schritte!

Der Methodenmarkt boomt, selbstverständlich sind alle Kurse zertifiziert und mit dem Zauber-®-Zeichen versehen. Der Weg ist das Ziel.

Gerne stelle ich die Frage: Wie haben Sie eigentlich Schwimmen gelernt? Haben Sie dazu von Ihren Eltern ein Handbuch erhalten oder in der Schule ein Seminar besucht? Nicht? Warum nicht?

Weil man die lebendige Erfahrung des Schwimmen Lernens – im neuen Element Wasser – durch Ausprobieren, Körperhaltung erfühlen und nachbessern, Untertauchen und wieder Auftauchen, Wasser verschlucken, Fluchen, Koordinieren, Jubeln und immer und immer und immer weiter schwimmen macht.

Der schwierige Markt der Coaches, Begleitern und Therapeuten führt zu immer neuen Ausbildungsangeboten: Von 15 Teilnehmern je 2000 Euro und mehr Kursgebühren zu verlangen, ist wesentlich lukrativer, als selbst Kunden zu akquirieren. Der Markt wimmelt nur so von Methoden, Workshops und Zertifizierungen von Trainern und Coaches. Wer die Wahl hat, hat die Qual! Geht man zum “ Marktführer“ im gewünschten Berufungsbereich, schließt man sich einer Gruppe Gleichgesinnter an, lernt man, was einen schon immer interessiert hat?

Verbindet man Lernen der neuen Berufung Coach, Begleiter oder Therapeut mit Vergnügen und Erleben z.B. mit einer Schifffahrt auf dem Rhein, mit einem in der Sonne oder in der Stille eines Klosters. Andererseits besteht auch die Möglichkeit ganz bequem von zu Hause im Webinar oder per Fernstudium zum Abschluss zu kommen. Abschluss?! Was schließe ich eigentlich ab?! Kann man Lernen ABSCHLIESSEN, wenn man Menschen begleiten oder coachen möchte?

Und das Fazit?! „Es war toll! Ich weiß jetzt viel über mich und wie ich mit anderen umgehe….!“

Ich WEISS!!! Aber KANN ich??

Weiterbildungen, Ausbildungen, Workshops sind wie Handbücher und Trockenübungen für´s Schwimmenlernen und die Zertifikate – das Seepferdchen.

Vor allem im hochpreisigen Individualtraining öffnet sich der Werkzeugkoffer hochentwickelter Methoden, Strategien und spezieller Erfolgsgeheimnisse. Führung, Kommunikationsverhalten in Konfliktsituationen, das Motivieren und Taktieren wird in praktischen Alltagssituationen, in Rollenspielen mit den Teilnehmern geprobt.
Voll gepackt mit Wissen, einstudierten Techniken und noch mehr Motivation geht man wieder in den Gründeralltag.

Jetzt explodiert der Gegner Nummer 1:

Nein, nicht der Klient, der dann mit einer Kette ungeübter Probleme an der Tür klingelt, nicht der Wettbewerber der seine Kollegen auf die Probe stellen will, sondern der Schrecken des Vergessens!

Wussten Sie, dass man nach rund 20 Minuten frisch Gelerntes bereits zu 40 Prozent wieder vergessen hat? Nach einer Stunde sinkt die Halbwertzeit des Wissens bereits auf 45 Prozent, nach einem Tag erinnern wir uns allenfalls noch ein Drittel der eingeprägten Inhalte.

Bemerkenswert ebenfalls: Nach nur sechs Tagen ist unser Erinnerungsvermögen auf 23 Prozent geschrumpft – auf lange Sicht behalten wir gerade mal 15 Prozent des Erlernten. So, und genau jetzt kommen auch noch echte Lebensthemen, wirtschaftliches Neuland oder mentale Konflikte der Kunden/ Klienten hinzu, die man aber so nicht geprobt hat. Was nun?

Was droht ist die Frustgefahr: Wir WISSEN jetzt zwar einiges über das Coachen, wir haben Hefter, Handouts und Bücher voller Werkzeuge und Methoden.

Doch KÖNNEN wir es überhaupt???

Die Lösung liegt nah, dann setzen wir am besten noch ein Intensivtraining oben drauf.

Tschaka, jetzt wird es doch wohl klappen mit dem Unternehmenserfolg. Schließlich folge ich meiner Berufung!
Wird es aber leider nicht. Warum nicht?

Weil wir es hier mit Themen des Charismas und Menschlichkeit zu tun haben, die nicht durch Wissen und auch nicht durch noch mehr Wissen zu lösen sind.
Insbesondere wenn es dabei um Kommunikations- und Verhaltensthemen geht, reicht es nicht aus, dass das Seminare „gut und lehrreich“ und voller Werkzeuge und Wissen sind.

Der Verstand und die Fähigkeit ihn zu gebrauchen, sind zweierlei Fähigkeiten.

Franz Grillparzer

Auch wenn man es gern schneller, einfacher lösen würde: Es gibt Themen, da hilft kein Seminar, kein Handbuch und auch kein Webinar.
Da braucht es die Fähigkeit es nicht nur zu WISSEN, sondern auch zu KÖNNEN!

Eine Veränderung im Verhalten und in der Kommunikation ist nicht allein mit Wissen zu lösen! Das ist ein ganz eigener innerer Prozess – geführt vom freien Willen.

Die Kraft liegt dabei schon in der Sprache:

Man sagt ja nicht: Ich WEISS schwimmen sondern ich KANN Schwimmen. Ebenso wenig: Ich WEISS coachen oder begleiten!  Ein ganz wichtiger Unterschied!

Ich KANN coachen – kann man nicht über Wissen vermitteln. Nicht in einem Workshop, nicht im Buch. Auch nicht abends im Webinar.

Das Profil eines guten Coaches, Therapeuten oder Begleiter entwickelt sich erst durch langjährige lebendige Erfahrungen und der Fähigkeiten in sich selbst zu Ruhen. Der Kunst – weder zu bewerten oder zu beurteilen. Der Kunst – keine Raster oder Schubladen aufzuziehen. Der Fähigkeit individuell mit dem Menschen mit zu gehen – in seinem Tempo. Sich von Methoden, Techniken und Zertifikaten als das Allheilmittel zu lösen… sie lediglich als Werkzeuge zu betrachten.

So entsteht aus Wissen KÖNNEN – aus Gedanken Handlungen!

Voraussetzungen!!! Ich fühle mich verstanden – ich gehe in einen Rapport! Baue eine Beziehung auf. Stelle mir ehrlich die Frage, möchte ich mich da einbringen oder nicht?

Mit anderen Worten: Hast du den Traum, quer durch das Meer zu schwimmen? Oder nur kein Geld für den nächsten Urlaub?

Wenn ich beim Blick auf das Meer und den Gedanken an das Freischwimmen schon ganz kribbelig werde, dann werde ich meinen Schwimmstil perfektionieren. Immer und immer wieder.

Ich werde mir Vorbilder suchen und analysieren! Ich werde mir Fähigkeiten aneignen und durch ständiges Ausprobieren immer wieder auf neue Ideen zum Ziel kommen.
Das Geheimnis ist die Anziehungskraft und die Freude, die ein bestimmtes Thema für mich hat.

Ja, ich werde Coach, Therapeut oder Begleiter, dann brauche ich folgende Dinge:

1. Charisma
2. Die Freude für sich selbst Verantwortung zu übernehmen.
3. Den Willen, sich selbst und andere führen zu wollen.
4. Den Willen zur Veränderung.

Echte Unternehmensentwicklung ist Strategie und die kann ich nur persönlich für mich entwickeln…

Durch Ausprobieren, Erfühlen und Nachbessern, Untertauchen und wieder Auftauchen, Wasser verschlucken, Fluchen, Jubeln und immer und immer und immer weiter schwimmen.

Aha.