Category

Lebendige Praxis

Ja oder Nein? Hör auf Deinen Bauch.

By | Lebendige Praxis | No Comments

Jeder kennt mindestens einen Menschen, dem es schwer fällt „Nein“ zu sagen. Als „Nehmende“ lieben wir die „JA-Menschen“ in unserem Leben. Sie sind immer da, helfen, machen und tun – wo sie nur können. Was wundervoll ist, im gelebten miteinander.

Wie überall gilt: „Die Dosis macht das Gift!“ Der Schatten zeigt sich, dass diese wundervollen Menschen „JA“ sagen bis sie entweder ausgebrannt sind oder explodieren.

Wer erkennt sich selbst oder ihm nahe Menschen hier wieder? Read More

Was für eine Pflanze!?!

By | Lebendige Praxis | No Comments

Nach einem Tag im Büro ist unser Garten der Ort, der den Raum zur Erdung gibt. Barfuß zu säen, zu pflanzen und mit den Händen in der Erde zu wühlen hat für mich meditativen Charakter. Mit dem Duft von Frühlingsblumen und geschnittenem Gras, dem Zwitschern der Vögel und Sonnenstrahlen auf der Nase, lösen die „Anstrengungen“ des Tages schnell auf. Gartenarbeit ist ein Erlebnis für alle Sinne und schafft Raum für Gedanken und Beobachtungen. Read More

Adventsgedanken im Gartenreich

By | Lebendige Praxis | No Comments

Gedanken an einen Dezembermorgen im Gartenreich.

Wenn die Dynamik des Sommers sich legt, die Tage kürzer werden und die Lichtstunden geringer, beginnt eine ganz besondere Zeit – die Zeit der Stille. Die ich seit langem nicht mehr so atmen kann, wie in diesem Jahr. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, den Dezember dem Zauber des Rückzuges und der Stille zu übergeben.

Der Morgen begann mit einem wundervollen Frühstück im Wintergarten mit Blick auf den weihnachtlichen „Hexengarten“ und einem anschließenden Morgenspaziergang durch unseren Wald. Ich genieße es, wenn Tage so beginnen dürfen. Lichtstrahlen der Morgensonne tanzen auf meinem Gesicht und ich atme die Stille, bevor ich wieder an meinem Schreibtisch Projekte in die Endphase bringen kann.

In unserer schnellen Zeit nehmen wir die Jahreszeiten oftmals nur noch am Rande wahr. Wenn es früher dunkel wird, dann schalten wir das Licht ein, sitzen abends wieder im Haus statt im Garten – und schon hat sich das ganze erledigt. Oder?

In den letzten Tagen habe ich bewusst viel in der Natur und der Stille verbracht. Mir immer wieder Raum zu meinem kreativen und „pflichterfüllenden“ Handeln geschaffen, um Dinge zu reflektieren, neu zu ordnen und mich gedanklich mit meiner neuen Saat zu verbinden. Ich empfinde es als ein großes Glück, diese Analogie für mich gefunden zu haben. In der Natur ein Gleichnis zu meinem eigenen kreativen Schaffen zu sehen.

In meinem Garten erlebe ich immer wieder neue Überraschungen. Nichts bleibt gleich. Nichts bleibt stehen. Neue Kostbarkeiten kommen hinzu, einige verschwinden. Manches gedeiht in Fülle, anderes wächst langsam vor sich hin oder will gar nicht gedeihen. Pflanzen steigen sichtbar in die Höhe oder wachsen unsichtbar in die Tiefe. Die Magie der Lebendigkeit. Mein Garten ändert sich von Jahr zu Jahr. Damit er lebendig und farbenfroh bleibt, muss manchmal etwas Neues gesät oder gepflanzt werden. Meine Oma sagte immer: „Im Dezember beginnen die Samen, für die du im Herbst den Boden bereitet hast, zu summen und wir dürfen staunen, was sich daraus entwickelt. Die Natur hat mich gelehrt, die Schönheit in der Zartheit der Frühlings, die volle Kraft des Sommers, die reifen Früchte des Herbstes, ebenso zu empfinden, wie die den Zauber des Rückzuges und der Stille im Winter zu genießen.

In diesen Momenten spüre ich, wie die äußere Welt zurücktreten darf. Ein Glücksgefühl, was trägt und ich mit Euch teilen möchte.